Catering: Die Zukunft gehört den Online-Shops

04. 04. 2014 - Online-Shops sind für viele Unternehmen längst ein wichtiger, häufig sogar der wichtigste Vertriebskanal. Jetzt ist auch die Catering-Branche auf den Geschmack gekommen und vertreibt ihre Produkte zunehmend über das Internet. Das bringt viele Vorteile mit sich, stellt Kunden und Anbieter aber auch vor manche Herausforderung. Die Caterer sind sich dennoch einig: So sieht die Zukunft aus.

Wer regelmäßig Catering für Messen, Tagungen oder sonstige Events ordert, weiß um die Vor- und Nachteile der Bestellung per Telefon, E-Mail oder Fax. Auf der einen Seite kann der Kunde im direkten Kontakt mit einem Servicemitarbeiter unmittelbar seine Wünsche äußern, sich beraten lassen und Fragen stellen, auf die er sofort eine Antwort erhält. Das vermeidet nicht nur Missverständnisse, sondern sorgt auch für eine engere Kundenbindung.

Auf der anderen Seite kostet ein solcher Bestellvorgang meist viel Zeit. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn der Kunde schon genau Vorstellungen hat und keine Beratung mehr benötigt. Hier spielt der Online-Shop seine Stärken aus. Wer zum Beispiel ein Standard Messe-Catering bestellen will, kann die gewünschten Posten schnell und einfach am PC oder Tablet eingeben und mit einem Mausklick an den Caterer übermitteln - rund um die Uhr und unabhängig von Geschäftszeiten.

Online-Shop bringt Vorteile für Kunden und Anbieter

Doch nicht nur der Kunde profitiert davon. Auch für den Caterer birgt diese Methode enorme Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Deshalb setzen Unternehmen wie aveato Business Catering und Daily Company aus Hamburg seit vergangenem Jahr auf einen Online-Shop als zusätzlichen Vertriebsweg. Auch Stockheim Catering Düsseldorf gehört zu den Vorreitern der digitalen Bestellung. Das Unternehmen wurde dafür 2013 sogar mit dem Preis „Caterer des Jahres“ in der Kategorie Management & Mitarbeiter ausgezeichnet.

„Der Online-Shop vereinfacht alles“, sagt Manuel Hauck von Daily Company. „Früher mussten wir den Auftrag per Hand ins System eintragen, was relativ fehleranfällig war. Heute gibt der Kunde das bequem, und wann immer er will, selbst am Computer ein. Bei uns wird das dann automatisch bearbeitet, wodurch wir weitere Arbeitsschritte optimieren.“

 


Deutlich komplexer als bei Schuhen und Kleidung

Das bedeutet jedoch nicht, dass es bald überhaupt keinen direkten Kontakt zwischen Kunden und Anbieter mehr geben wird. „Wer bei uns anruft, bekommt auf jeden Fall eine Beratung, bevor wir die Bestellung dann für den Kunden in den Online-Shop eintragen“, sagt Manuel Hauck, und Andreas Schad von Aveato Catering stimmt zu: „Ausschließlich online würde das gar nicht funktionieren.“

 

Denn während Shopping-Klassiker wie Schuhe oder Kleidung problemlos im Internet geordert werden können, ist die Sache bei Catering – vor allem bei größeren Bestellungen - deutlich komplexer, wie Alexander Schad erklärt: „Einige Lebensmittel sind nur saisonal oder regional verfügbar, was hohe Anforderungen an die Bestelllogik stellt. Auch haben Kunden häufig Fragen oder im letzten Moment noch Änderungswünsche. Das sorgt alles dafür, dass die Leute unsicher werden und nochmal anrufen.“



Online-Shop als Kundenmagnet

Daily Company bietet bereits sein gesamtes Sortiment im Internet an. Aveato Catering hingegen konzentriert sich im Online-Shop noch auf Meeting- und Office-Catering. Alexander Schad: „Technikaffine Kunden bestellen bei uns heute schon Aufträge im Wert von 1500 Euro, unser durchschnittlicher Online-Bon beträgt aber 100 Euro. Wir entwickeln uns jedoch ständig weiter, wodurch in Zukunft immer komplexere Bestellungen möglich sind.“

Rund zehn Prozent des gesamten Bestellvolumens fallen bei Aveato Catering auf den Online-Shop. Bei Daily Company kommen laut Manuel Hauck bereits 60 Prozent aller Aufträge über das Internet rein. „Unser Online-Shop ist ein riesiger Kundenmagnet und wir sehen darin viel Potenzial.“ Auch Andreas Schad ist sich sicher: „Der Trend geht eindeutig in diese Richtung. Und wir wollen vorne dabei sein.“







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